Niveaulimbo, Folge 1: HSV

Damit wir auch länger was davon haben, werden in Zukunft alle geistigen Erzeugnisse, die Tiefflug-Qualitäten aufweisen, hier festgehalten. Heute Folge 1, mit‘m HSV:

Untereinander

Keine Dicken, keine Rothaarigen, ohne Schneeschippen.

114

Why not?! Kann man mal machen.

100 Gruppen

Stark.

Wer uns Infos (gerne auch in der Kommentarspalte!) darüber geben kann, ob sowas tatsächlich vorab im Plenum beschlossen wird, bekommt eine Überraschung zugesand.

Unser Sozi ist ’ne Wucht!

So oder so ähnlich dürften die „unpolitischen“ und „rechtsoffenen“ Ultras der Dortmunder Desperados gedacht haben, als sie einen kürzlich gesendeten TV-Beitrag gesehen haben, in dem einer der Mitarbeiter*innen des Dortmunder Fanprojekts die Tätigkeiten der Desperados verharmlost. Er lobt sie sogar noch für ihre „integrative Arbeit“. Wer da auf welche Weise „selbstregulierend“ und ausgestattet mit „Demokratieverständnis“ vorgeht, ist in den letzten Monaten und Jahren mehr als ausreichend dokumentiert worden. Die Überschneidungen mit der lokalen Naziszene und die gewählten Aktionsformen der Desperados sind eindeutig.

Sowas geht dann nicht mehr als wohlwollender Kommentar, akzeptierende Jugendarbeit und/ oder als Versuch eines Sozialarbeiters, einen guten Draht zum eigenen Klientel aufbauen zu wollen, durch. Sowas nennt man Brett vor‘m Kopf. Ein Paradebeispiel, wie man als Fanprojekt nicht arbeiten sollte. Wen wundert es da, dass der Verein ebenfalls wenig konsequent auf die anhaltenden Probleme reagiert?

Dass sich die Desperados zusätzlich in Form der oben genannten Statements selber demaskieren und ein Mitglied von The Unity was von Problemen „in einem Maße, wie es sie in ganz Deutschland gibt“ faselt – geschenkt. Alles nicht neu, alles schonmal gehört.

Das aberwitzige Fazit des Berichts, „die Dortmunder Fanclubs müssten sich nur noch besser gegen Nazis wehren“, setzt dem ganzen die Krone auf und könnte ebenso gut aus den Reihen der Brett-vor-dem-Kopf-Träger*innen formuliert worden sein.

Geht denken

30 Jahre und ein paar Tage ist es nun her, dass der Werder-Fan Adrian Maleika im Rahmen des Spiels Hamburger SV gegen den SV Werder durch einen Steinwurf tödlich verletzt wurde. Solche Verluste sind immer traurig und unbegreiflich. Erst recht, wenn sie so sinnlos erscheinen – Adrian Maleika ist gestorben, weil er Werder-Fan war.

Die Ereignisse von damals sind, sehr beeindruckend wie ich finde, in einer kürzlich gesendeten Dokumentation des NDR festgehalten worden.

Ich würde diesen Beitrag gerne an dieser Stelle abschließen, allerdings habe ich wenige Tage vor dem Jahrestag einen internen Brief an Teile der Bremer Fanszene zu Gesicht bekommen, welcher dazu einlud, gemeinsam am Todestag zum Grab Adrian Maleikas zu gehen und diesem dort zu gedenken.

In dem Brief, der von den Wanderers Bremen unterschrieben ist, findet sich die Formulierung von einer „erneuten internen Aufarbeitung dieser Katastrophe“, denn „solch Unvorstellbares ist auch heute noch nicht ausgeschlossen und Geschehenes nicht vergessen“. Gerade an diesem Punkt musste ich stocken und war irritiert.

Dass sowas auch heute nicht ausgeschlossen ist, ist eine wichtige (allerdings auch logische) Erkenntnis. Doch was bedeutet Aufarbeitung in diesem Fall konkret? Dass jede Person für sich schaut, wie sie selbst mit Gewalt umgeht? Dass man sich gemeinsam hinsetzt, diskutiert, vielleicht eine Podiumsdiskussion zu dem Thema macht? Dass man versucht, möglichst viele Fans einzubeziehen, um dauerhaft den Konsens zu brechen, dass Derby-Stimmung immer mit Gewalt verbunden sein muss? Dass man immer und immer wieder auf die Gewalt-Problematik beim Fußball und die möglichen Folgen hinweist?! Pustekuchen. Es wird zum Grab gegangen, ein Kranz niedergelegt und sich selbst inszeniert: „Schaut, wie wir trauern – wir haben daraus gelernt!“.

Mitnichten. Es geht schon mit einfacher Derby-Rhetorik los („Tod und Hass dem HSV!“), Fans verkleben Sticker mit der Aufschrift „Hamburger jagen!“ und traditionell findet sich der Höhepunkt beim Frustabbau nach dem Spiel im Viertel. Es ist über die Jahre eine martialische, mit Hass aufgeladene Derby-Kultur entstanden, die bis heute anhält. Und ich muss an dieser Stelle zugeben, dass ich die Faszination kenne und ich mich früher oft habe hineinziehen lassen. Dass es auch ohne geht – und dass man sich dafür nicht komplett von der Rivalität mit dem HSV lossagen muss – ist in meinen Augen eine der wichtigsten Erkenntnisse der letzten Jahre in Teilen der Fanszene.

In Anbetracht der Tatsache aber, dass Hass und die oft daraus resultierende Gewalt für viele zum Derby dazugehört und entsprechend propagiert wird, erscheinen Aktionen wie die Kranzniederlegung vor ein paar Tagen nicht mehr als bloße Lippenbekenntnisse, nicht mehr als eine geheuchelte Maskerade.

Versteht mich nicht falsch:

Ich finde es gut und wichtig, den Hinterbliebenen und damals wie heute direkt Betroffenen, der Familie, den Freund*innen und Bekannten, zu zeigen, dass der Tod Adrian Maleikas und die Umstände, die dazu geführt haben, nicht vergessen sind – aber ohne das eigene Handeln und die Umstände (die ohne Zweifel in vielen Köpfen immer noch existieren) zu reflektieren, inklusive dem wirklichen Willen, dies zu ändern, wird das Trauern mancher zu einer Farce und reinem Selbstzweck.

RIP.

RIP HOPPE – FÜR IMMER IM HERZEN

Ultras Hannover, Sektion Gaza

Drei Bilder, die eine deutliche Sprache sprechen. Zwischen den ersten beiden und dem letzten liegt ein Zeitraum von fast sechs Jahren. Entstanden sind diese Motive in irgendwelchen Blitzbirnen, die sich in Kreisen der Ultras aus Hannover aufhalten. Es bedarf nicht einmal der von Antisemit*innen vielzitierten „Antisemitismus-Keule“ (auch wenn sich diese im Gesicht der Ersteller*innen wohlfühlen würde), um dieses Handeln eindeutig zu benennen.

Das aktuellste der drei Bilder ist vor gut einer Woche in Magdeburg gemacht worden, als die Amateure von Hannover 96 dort gastierten. Die H-Amas, gesprochen Hamas, wie sie bereits seit mehreren Jahren liebevoll von ihren Fans genannt werden. Wer, wie hier bei den Hannover-Fans durch eine Zaunfahne im Fanblock geschehen, einen positiven Bezug zu einer islamfaschistischen Terrororganisation herstellt, hat nicht mehr alle Latten am Zaun.

Anfänglich wurde der offensichtliche Antisemitismus abgestritten – bis hin zu Versuchen, das eigene Tun als Provokation Jugendlicher, die „Grenzen austesten“ wollen, zu bewerten. Ein paar Stimmen aus dem Umfeld der Ultras aus Hannover distanzierten sich schon vor Jahren auf halbherzige Art und Weise. Erwartungsgemäß ohne Wirkung.

Festzuhalten bleibt, dass sowas weder eine Lapalie, noch durch irgendwas zu relativieren ist. Ausmaße wie bei Legia Warschau sind zwar noch nicht erreicht, aber ideologisch steht man offensichtlich so nah beieinander, dass man sich fast gegenseitig auf die Füße tritt.

Antisemitismus ist immer noch gesellschaftsfähig und somit auch im Mikrokosmos Fußballstadion präsent, das ist keine neue Feststellung. Diesen öffentlich zu machen, wenn er in Erscheinung tritt, ist notwendig. Wenn dann sogar über einen längeren Zeitraum so unverhohlen zur Schau gestellt wird, dass man Jüd*innen hasst, muss das Kind erst recht beim Namen genannt werden.
Ich bin eher selten ein Freund von Sanktionen, aber wenn Mechanismen wie Einlasskontrollen oder (im besten Falle) Selbstregulierung nicht funktionieren, darf auch gerne mal von höherer Stelle durchgegriffen werden.

DEMOAUFRUF!

Kein Heimspiel für “KC”- rechte Gewalt stoppen!

Für den 26.11.2011 hat die rechte Hooligan- Band „Kategorie C- Hungrige Wölfe“ ein Konzert in Bremen angekündigt. Nachdem das letzte Konzert der Band am 12.06.2011 in Bremen Oslebshausen unter den Augen von Polizei und Stadt Bremen ungestört über die Bühne gebracht werden konnte, wollen wir diesmal den den Druck erhöhen und den Nazis nicht einfach so den Raum überlassen…

hier geht es weiter!

Wir wollen mit der Demonstration am 22.11.2011 ein deutliches Zeichen gegen rechte Strukturen in Bremen und überall setzen! Kommt um 17.00 zur Demo am Brill!

von: Bündnis rechte Gewalt stoppen

gute sache

aktion libero

aktion libero

angriff von rechtsaußen

lesung am 26.11. im ostkurvensaal mit ronny blaschke aus seinem aktuellem buch „angriff von rechtsaußen – wie neonazis den fußball missbrauchen“. beginnen wird die lesung um 19h. veranstaltet wird das ganze von racaille verte. kommt zahlreich!

weitere infos:
racaille verte
ronny blaschke

F’95- Dynamo Dresden (happy hopping)

Nachdem unser eigentlicher Plan, Fortuna gegen Rostock zu besuchen, aus bekannten Gründen schon Wochen vorher ins Wasser fiel, entschieden Jimmy aka der Busfahrer und ich uns an irgendeinem Oktoberabend mit Bierdose inner Linken und Sportlerzigarette inner Rechten doch endlich mal nach Düsseldorf zu fahren um uns das Spiel, immerhin Freitagabend und Flutlicht, in der Arena da mal reinzuziehen.

Werders Spielplan lud ein und erstaunlicherweise gelang es Jimmy noch irgendwie eine Hand frei zu kriegen und die Karten online zu buchen. Da wir beide die Fortuna noch nie zu Hause gesehen hatten, Dresden vom Düsseldorfer Express dermaßen hochgeputscht wurde („Sicherheitsstufe Rot: Am Freitag kommen die Dynamo-Hools“) und 2000 Dresdener Fans ankündigte, steigerte sich am Tag zuvor so langsam aber sicher die Vorfreude auf den Besuch. Freitagvormittag gings dann los. Jimmy holte mich noch ab und per Mitfahrgelegenheit gings dann recht unspektakulär innen Pott rein bis ins Rheinland. Der Fahrer zeigte sich, sagen wir es mal so, sehr verhalten was uns eigentlich ganz recht war. Circa ab Höhe Porta Westfalica sollte sich das schlagartig ändern, da nun das Radio durch ne selbst zusammen gestellte CD des Fahrers ersetzt wurde. Bin immer noch fassungslos wie man sowas selbst zusammenstellen kann, beschallte doch fortan (und bis zum bitteren Ende) pausenlos die heftigste Disko/Soul/RnB Scheisse auf definitiv viel zu laut die Karre..naja.

Nachdem wir das irgendwie überstanden, kamen wir endlich am Düsseldorfer Hauptbahnhof an, wo wir erstmals so etwas wie Fussball Atmosphäre vorfanden. Sprich es war überfüllt, asozial und irgendwelche Kutten kippten sich beim Bahnhofsvorplatz einen rein. Schnell noch die Rucksäcke verstaut und ab in die Altstadt. Nach der langen Fahrt und der schrecklichen Musik musste ganz dringend erst mal ein Platz zum Entspannen her und sowas findet man an Bahnhöfen eben eher selten. Nach kurzer Suche entlang des Rheinufers konnten Jimmy und ich dann auch unsere unterschiedlichen Auffassungen von nem entspannten Plätzchen doch noch irgendwie auf einen Nenner bringen und irgendwann stellten wir schockiert fest, dass wir nur noch knapp ne Stunde bis zum Anpfiff hatten, um zum Stadion stadtauswärts zu gelangen. Aus irgendwie die Zeit überbrücken (waren ja schon seit 15 Uhr in der Stadt) wurde jetzt Hektik. Irgendwie typisch. Also ab in die nächste U-Bahn in Richtung Stadion. Angekommen in der Bahn dann Horror- Szenarien. Wir blieben minutenlang in irgendwelchen unterirdischen Schächten stecken, weil irgendwas vor uns nicht richtig lief. Neustadt Rübenberge2.0! Und das wiederholte sich nach fast jeder Station aufs Neue. Die Kutten irgendwann in Höchstform, drehten richtig frei, Rheinbahn du Arschloch! Für die Viertelstunde Fahrt brauchten wir so mehr als vierzig Minuten. Am Stadion dann aufs Intro geschissen und noch mal ab in „Park“ rein…nach der Fahrt mussten die Nerven erstmal wieder beruhigt werden. Das gelang und nun folgte der beste Einlass den ich je gesehen hab. Aus Mitleid wegen der eben erwähnten Bahnfahrt ließ uns ein Ordner ohne Durchsuchung einfach so rein. So immer bitte!

Zack standen wir im Block 33-35, der ne gute Sicht auf das Treiben auf und abseits des Rasens zulässt. Hier war die Stimmung schon prächtig am Laufen. „Scheiss Dynamo“ auf der einen, „Schalalalaaa“ auf der anderen Seite. Olé! Hinter uns so n älterer Fortuna- Fanclub, vor uns Kutten und Meckeropas. Dynamo gegen die geschürten Erwartungen nur mit so ca. 1.200 Leuten vor Ort, die aber für die Anzahl vergleichsweise sehr ordentlich Ramtamtam machten. Hätte zwar bei so nem Spiel mit mehr gerechnet, aber war ja auch letztens erst Europapokal in Dortmund ne. Fortuna überzeugte mich jedoch auf ganzer Linie. Also ohne das Sportliche, das ist ja schrecklich was die sich in der Zweiten da zusammenkicken. Stimmung aber erstklassig. Von der frühen Führung getragen, zog zeitweise das ganze Stadion mit oder stieg in die Gesänge ein. War schon sehr laut teilweise und viel Action in der „Support- Area“ rund um UD. Sehr sympathisch alles. Das Bekenntnis per Spruchband von UD zu ihrem Döner war auch ganz lustig. Dresden teilte wiederum in Anspielung auf ihren Europapokalauftritt in Dortmund mit, dass Laserpointen doch kein Verbrechen sei. Stimmungstechnisch überzeugten uns beide Seiten, wobei Düsseldorf im Gegensatz zu Dresden die Erwartungen noch toppen konnte. Fortuna gewann in der letzten Minute dramatisch aber mMn. hochverdient und per Traumtor das Spiel. Nun waren alle Dämme gebrochen. Ekstase, Bierdusche überall und wir mittendrin. Selbst die Meckeropas vor uns konnten nun doch noch lachen und alle wollten mit uns abklatschen. Haben uns aber auch mitgefreut. Jetzt folgte „Humba Humba täterää“ und schnell das Weite gesucht.

Jimmy konnte sein Versprechen, noch eine von den verteilten Fortuna- Sponsorenfähnchen mit nach Hause zu bringen letztendlich nicht halten und aufem Rückweg zum Bahnhof erlebten wir dann Neustadt Rübenberge 3.0. Unfassbar, dass die das da nichts auffe Reihe bekommen haben. Szenen wie auf dem Hinweg, nur diesmal glücklicherweise überirdisch, was uns dazu veranlasste fix mal eben die Tür per Notsystem zu öffnen und den Weg zu Fuß weiterfortzusetzen. Darin ist man ja mittlerweile geübt und alles war in dem Moment besser als neben den völlig außer sich geratenen Kutten „Die Fortunaa, is mein Verein“ in der vollgestopften Bahn zu verharren. Über Umwege gelangten wir nun nach Köln, wo wir uns bei nem Kumpel einquartierten. Noch kurz bei Gaffel einen reingeknallt, bis es Jimmy zu viel wurde. „Ich muss hier jetzt sofort raus!“ Mucke war aber auch krass da. Noch schnell einen am Rheinufer gedreht und dann mussten wir kurz darauf mitansehen wie sich irgendne Person in der Altstadt für Geld auszog. Heftig was da alles so rumlief. Haben dann auch schnell das Weite gesucht, unser Zustand war auch schon alles andere als feierlich und so fiel man dann völlig verballert irgendwann in Köln- Mülheim auch ins Bett. Nach kurzer Alptraumnacht wurd ich dann am nächsten Morgen erstmal von Jimmy konfrontiert, ihm die gemeinsame Decke doch eiskalt während der Nacht abgezogen zu haben. „Jetzt musste ich meinen Parka nehmen“ oder so ähnlich hörte sich das an. Aber mir war alles egal, mein Glanzauftritt sollte noch folgen…

Um wieder nach Bremen zum Spiel zu gelangen, hatten wir wiederum ner Mitfahrgelegenheit zugesagt, gegen halb 8 irgendwo in Köln aufm Parkplatz zu stehen. Nicht dass das schon Herausforderung genug gewesen wäre bei unserm Zustand. Mitten aufm Wiener Platz erleichterte sich nun auch noch mein Magen vollkommen ohne Vorwarnung und dass am frühen Morgen. „Hurra Hurra, die Bremer die sind da!“ Krass asozialer Auftritt auf jeden Fall und zum Glück hab ich die umliegenden Blicke nicht mehr mitkriegen müssen in dem Moment und wohn in ner anderen Stadt. Natürlich auch super Bedingungen für die anschließende Fahrt, aber irgendwie schafften wir es ohne weitere Vorkommnisse in Bremen anzukommen, indem wir bis Wildeshausen durchpennten. Fazit: Fortuna heim lohnt auf jeden Fall, ne Tour mit Jimmy sowieso und Hoppen ab jetzt immer wieder gerne.

Achja…Köln am Samstag auch noch weggemacht und ein rundum gelungenes Fussball Wochenende gehabt.

Werder U23 – Carl Zeiss Jena

Werder Bremen U23 – Carl Zeiss Jena 2:2

Am spätsommerlichen Freitag mussten die Amateure gegen Carl Zeiss Jena antreten.Ich machte mich mit nem Kumpel auf den Weg Richtung Platz 11 um bei bestem Wetter noch ein wenig Fussball zugucken,schnell noch Karten organisiert und dann ab in die Curva K, welche sich bis zum Anpfiff immer mehr mit bekannten Gesichtern füllte. Um 18:30 wurde die Partie dann auch angepfiffen und Werder hatte am Anfang mehr vom Spiel, konnte sich allerdings nicht so richtig durchsetzen und zum Torerfolg kommen. Jena machte dann das 0:1 und erhöhte wenig später auf 0:2. Somit wurde auch langsam das Spiel uninteressanter und wir fingen an den üblichen Blödsinn zuquatschen, denn was die Amateure bis dahin boten war wirklich eher mau. Im Gegensatz zum Spiel konnte uns der zauberhafte Sonnenuntergang begeistern und so ging es für beide Mannschaften mit einem Zwischenergebnis von 0:2 in die Kabinen. Während des Pausentees konnten sich die Jugendlichen der Curva K mit Hilfsmitteln mehr auf die Atmosphäre des Flutlichtspiels einlassen. In der zweiten HZ wurde dann ein Jenenser mit Gelb-Rot vom Platz gestellt, dies verunsicherte die Mannschaft aus Thüringen wohl so sehr, dass die Amateure von Werder in der 82 Spielminute den Anschlusstreffer erzielen konnten. Kurz darauf drehte Werder nochmal auf und erzielte 4 Minuten später den Ausgleich.Womit wohl niemand gerechnet hat auf Platz 11.Jetzt war Werder am Drücker und hatte noch einmal die Chance das Spiel vollends zudrehen, traf aber leider nur das Aluminium. Der Schiri pfiff das Spiel dann mit einem Endstand von 2:2 ab.Für Jena wohl bitter, eine 0:2 Führung abzugeben, aber für die Amateure wichtig im Abstiegskampf der 3. Liga auch mal Zuhause nen Punkt zuholen. Aber was habe ich eigentlich vergessen? Achja, Gästefans waren auch da! Jena hatte nen schlechten Auftritt, kaum zuhören und nur der Ultrahaufen zog mit.Nach dem Spiel gabs dann wohl noch Rennereien,was allerdings alles eher unspektakulär aussah im Stadion.Unsereiner machte sich dann lieber auf den Weg ins Viertel um dort noch schnell gemütlich ne Tschechienzigarette zu rauchen.Alles in allem ein toller Freitag Abend mit guter Stimmung, geilem Sonnenuntergang und netten Leuten!