Archiv für September 2011

Demonstration am 28.09.11

Demonstration am 28.09.11 unter dem Motto:

„Rechte Gewalt stoppen!Schluss mit der Verharmlosung von rechter Gewalt! Schluss mit der Entpolitisierung von Prozessen!“

Das Bremer Amtsgericht bagatelisiert den Angriff auf antirassistische Fußballfans als “ Szenetypische Auseinandersetzung“ und schützt somit die Nazihooligans der Standarte88 und Nordsturm Brema. Der Richter nimmt scheinbar diesen Angriff auf die antirasstischen Jugendlichen, nicht Ernst genug.Wobei es hinlänglich bekannt sein sollte, dass neben anderen Diskriminierungen wie Antisemitismus,Homophobie,Sexismus usw, auch rechte Gewalt sehr Wohl ein großes Problem in unserer Gesellschaft ist. Nach einer Ermittlungsdauer von über 4 Jahren könnte der Prozess bereits am nächten Donnerstag vorbei sein. Der Richter hat den Angeklagten einen Deal vorgeschlagen bei dem die Angeklagten lediglich mit einer Gelstrafe davon kommen sollen. Es kann und darf nicht sein, dass dieser Angriff der exemplarisch für die Gewalt gegen linke Jugendliche steht, als szenetypische Auseinandersetzung gewertet wird. Die Nazischläger dürfen nicht so davon kommen. Wenn dieser Deal am Donnerstag von allen Parteien angenommen wird, wäre dies das völlig falsche Zeichen seitens der Bremer Justiz an Jugendliche, die sich antirassistisch engagieren.

Um Öffentlichen Druck zu erzeugen und um der Bremer Justiz zuzeigen das dies nicht nur eine Schlägerei zwischen Fussballfans war, sondern ein politisch motivierter Übergriff von Nazis, ruft ein Bündnis zur Demonstration am 28.09.11 um 17:00 am Ostkurvensaal auf. Kommt zahlreich, bringt Freunde mit, beteiligt euch an der bunten Demo und zeigt somit den Nazis das wir uns nicht von ihren Drohungen am vergangenen Donnerstag einschüchtern lassen!

oks-überfall, das verfahren…

mir fehlen immer noch die worte, für das, was heute morgen im bremer amtsgericht passierte. daher gibt es erstmal nur eine linksammlung mit einem teil der bisherigen berichte.

radio bremen

weser kurier 1

weser lurier 2

buten un binnen video

taz

blick nach rechts

Alles Fotzen außer Nürnberg

Endergebnis 1:1. Aber darum soll es hier gar nicht gehen. Ihr habt lange warten müssen – jetzt gibt’s endlich mal Bashing.

Schon immer unsympathisch – spätestens seit den nicht gewollten Einblicken durch das Meisterwerk „Gate 8“ – haben es die Ultras aus Nürnberg geschafft, kontinuierlich Kopfschütteln bei mir hervorzurufen. Immer dann, wenn ich mit ihnen in Kontakt komme. Was unglücklicherweise nicht immer zu verhindern ist. Gedanken daran, dass eine Abspaltung mit Fortschritt innerhalb der Szene in Nürnberg verbunden ist und somit mein Kopfschüttel-Problem dauerhaft behoben werden könnte, habe ich mir schnell abgeschminkt.

Dieses Foto aus der Nordkurve steht sinnbildlich für so vieles. Und dabei geht es mir in erster Linie noch nicht einmal um die optische Körperverletzung (Lookism-Diskussion bitte in der Kommentarspalte :) ).

Grundsätzlich kann ich die „Freiheit für Ultras“ und alle ähnlich gearteten Spruchbänder nicht mehr sehen. Diese (fan-)politische Forderung ist nicht nur so sehr ausgelutscht, dass man sie nicht mehr wahrnimmt, nein, meistens wird diese Plattitüde noch von Gruppen in den Raum geworfen, die, gelinde gesagt, unreflektiert agieren. Wem es gefällt, „Gegner_innen“, die keine sein wollen, zu demütigen, einzuschüchtern, zu verletzen und darüber hinaus weitere Personen, die einfach nur mal schnell ihren Hunger im Fastfood-Restaurant stillen wollen und nicht mit einem ausbrechenden Fußball-Krieg rechnen, zu traumatisieren, dem unterstelle ich nicht nur einen Gewaltfetisch – sowas fällt ohne Diskussion in die Kategorie menschenfeindlich. Dann solche Mimimi-Spruchbänder zu lesen (auch wenn kein direkter Zusammenhang besteht) macht mich sprachlos. Man sieht doch, was passiert, wenn man den Fordernden die Freiheiten lässt. Nö, danke. Da werde ich zur CSU. Wahlweise zum USK.
Klar, noch ein „A.C.A.B.“ hinten dran, der Klassiker, muss halt sein. Es ist ein Leichtes zu erraten, wer am liebsten für Recht und Ordnung auf den Straßen sorgen würde.

Passend zur Gewaltaffinität und eng damit verstrickt: Der hier scheinbar grenzenlos existierende Männlichkeitskult. Dem kommt man aber tatsächlich auch ohne großes Hintergrundwissen und Recherchieren auf die Spur – um zur eingangs erwähnten optischen Körperverletzung zurückzukommen. 90 Minuten Biertitten-Choreo macht man nicht, weil es zu warm ist. Und nein, das war auch kein homoerotisches Massenerlebnis. Das Vorzeigen eurer Männlichkeit beim Männersport Fußball – das war der Beweggrund. Und ich weiß ehrlich nicht, ob ich traurig darüber sein soll, kaum Frauen auf dem Bild erkennen zu können. Oder froh, dass keine Frau das ertragen muss.

Da sind mir sogar echte bajuwarische Weißwürste lieber.

Willkommen zurück!

Stadionverbote aller Ultras in Bremen ausgesetzt!

Der dazugehörige Text von RV.

bumbumtschk

Freitag, 7. Oktober um 22:00 – 08. Oktober um 07:00

music:
hanne&lore
niklas f.
klick klack klub
julie*
philipp hartmann
taktmodul

visuals:
klick klack klub
strom

checkout:
http://soundcloud.com/hanne-lore
http://soundcloud.com/niklas-f
http://soundcloud.com/juliessound
http://soundcloud.com/klick-klack-klub
http://www.youtube.com/watch?v=f_M7A6SXeBg

timetable:
22-23: taktmodul
23-0: philipp hartmann
0-1: niklas f.
1-3: hanne&lore
3-5: julie*
5-7: klick klack klub

die bumbumtschk am 7.10.2011 findet im pier2 statt!
um 22h geht’s los!
vv ab heute im golden shop :: fehrfeld 4 im bremer 1/4 und bei allen heimspielen des sv werder bremen im oks.
vv 8€
ak 10€

zum pier 2 gelangt ihr mit der straßenbahnlinie 3 bis „use akschen“!
oder http://www.pier2.de/anfahrt/

SOLIPARTY!
wir freuen uns auf euch!