Alles Fotzen außer Nürnberg

Endergebnis 1:1. Aber darum soll es hier gar nicht gehen. Ihr habt lange warten müssen – jetzt gibt’s endlich mal Bashing.

Schon immer unsympathisch – spätestens seit den nicht gewollten Einblicken durch das Meisterwerk „Gate 8“ – haben es die Ultras aus Nürnberg geschafft, kontinuierlich Kopfschütteln bei mir hervorzurufen. Immer dann, wenn ich mit ihnen in Kontakt komme. Was unglücklicherweise nicht immer zu verhindern ist. Gedanken daran, dass eine Abspaltung mit Fortschritt innerhalb der Szene in Nürnberg verbunden ist und somit mein Kopfschüttel-Problem dauerhaft behoben werden könnte, habe ich mir schnell abgeschminkt.

Dieses Foto aus der Nordkurve steht sinnbildlich für so vieles. Und dabei geht es mir in erster Linie noch nicht einmal um die optische Körperverletzung (Lookism-Diskussion bitte in der Kommentarspalte :) ).

Grundsätzlich kann ich die „Freiheit für Ultras“ und alle ähnlich gearteten Spruchbänder nicht mehr sehen. Diese (fan-)politische Forderung ist nicht nur so sehr ausgelutscht, dass man sie nicht mehr wahrnimmt, nein, meistens wird diese Plattitüde noch von Gruppen in den Raum geworfen, die, gelinde gesagt, unreflektiert agieren. Wem es gefällt, „Gegner_innen“, die keine sein wollen, zu demütigen, einzuschüchtern, zu verletzen und darüber hinaus weitere Personen, die einfach nur mal schnell ihren Hunger im Fastfood-Restaurant stillen wollen und nicht mit einem ausbrechenden Fußball-Krieg rechnen, zu traumatisieren, dem unterstelle ich nicht nur einen Gewaltfetisch – sowas fällt ohne Diskussion in die Kategorie menschenfeindlich. Dann solche Mimimi-Spruchbänder zu lesen (auch wenn kein direkter Zusammenhang besteht) macht mich sprachlos. Man sieht doch, was passiert, wenn man den Fordernden die Freiheiten lässt. Nö, danke. Da werde ich zur CSU. Wahlweise zum USK.
Klar, noch ein „A.C.A.B.“ hinten dran, der Klassiker, muss halt sein. Es ist ein Leichtes zu erraten, wer am liebsten für Recht und Ordnung auf den Straßen sorgen würde.

Passend zur Gewaltaffinität und eng damit verstrickt: Der hier scheinbar grenzenlos existierende Männlichkeitskult. Dem kommt man aber tatsächlich auch ohne großes Hintergrundwissen und Recherchieren auf die Spur – um zur eingangs erwähnten optischen Körperverletzung zurückzukommen. 90 Minuten Biertitten-Choreo macht man nicht, weil es zu warm ist. Und nein, das war auch kein homoerotisches Massenerlebnis. Das Vorzeigen eurer Männlichkeit beim Männersport Fußball – das war der Beweggrund. Und ich weiß ehrlich nicht, ob ich traurig darüber sein soll, kaum Frauen auf dem Bild erkennen zu können. Oder froh, dass keine Frau das ertragen muss.

Da sind mir sogar echte bajuwarische Weißwürste lieber.

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22 Antworten auf „Alles Fotzen außer Nürnberg“


  1. 1 schreibenfuerdiewelt 20. September 2011 um 22:35 Uhr

    Wahre Worte. Wobei ich noch anmerken möchte, dass das wohl kaum nur dort der Fall ist, Nürnberg lässt sich hier sicherlich durch dutzende andere Städte ersetzen.

  2. 2 soloultrafc 21. September 2011 um 16:50 Uhr

    ist sicher nicht ganz falsch was du da schreibst. menschenfeindlich halte ich für etwas übertrieben. einen grossen unterschied zu bremen kann ich aber nicht erkennen.

  3. 3 Schmul Schubiak 21. September 2011 um 20:32 Uhr

    @soloultrafc:

    Die Begrifflichkeit „menschenfeindlich“ trifft sehr wohl auf die im Text angedeutete Situation (Fastfood-Restaurant) zu. Sofern dieser Vorfall nicht bekannt ist, nehme ich es niemandem übel, die Formulierung als überzogen zu deklarieren.

    Allerdings bestreite ich, dass es in Bremen keinen großen Unterschied gibt. Sicherlich gibt es eine Menge an Leuten, die Spieltag für Spieltag so oder so ähnlich vorgehen/handeln/sich darstellen würden – wenn sie denn die Masse und die Akzeptanz in der Kurve hätten, wie die UN es haben. Das ist glücklicherweise nicht der Fall.

    Darüber hinaus behaupte ich einfach mal, dass es kaum eine Kurve/Szene gibt, zu der sich verhältnissmäßig so viele Frauen zählen. Woran das liegt ist sicherlich vielfältig – ein Grund wird sein, dass es Gruppen gibt, die es geschafft haben, den Mackertrieb einzudämmen.

  4. 4 soloultrafc 21. September 2011 um 22:24 Uhr

    da ich natürlich keine ahnung von dem vorfall habe, kann ich das nicht beurteilen. ich ging von üblichem mackergehabe mit ohrlaschen oder so aus. was ich nicht gutheissen will aber auch nicht als menschenfeindlich bezeichnen würde.
    im text wird aber nicht nur un behandelt. ausserdem wäre ich mir da an eurer stelle nicht so sicher. das war aber auch das einzige was ich sagen wollte. ist schliesslich eure szene/kurve und nicht meine.
    frauenquoten, gerade in bremen, kenne ich auch nicht aber da würde ich dir grundsätzlich beipflichten.

  5. 5 seboFFM 21. September 2011 um 23:51 Uhr

    Reicht die Thomas Sabo Werbung denn nicht als Anwesenheit von Weiblichkeit ? Ich meine: Die hängen doch nur so ne Werbung dahin, wenn da auch Frauen verkehren.

    Außerdem: wenn Ihr Frauen im Stadion sehen wollt, geht zum Frauenfußball. Da sind dann mindestens 22. Außer Nigeria spielt !

  6. 6 Abdelkader 22. September 2011 um 0:46 Uhr

    Danke seboFFM für den tollen Beweis, das es eben nicht nur bei UN solche Denkmuster gibt!Trottel!

  7. 7 Civetta 22. September 2011 um 1:23 Uhr

    mensch, sebo, das doch nun ehrlich zu billig. ein glück hast du ja schon montag die gelegenheit, deiner eintracht mit voller männlichkeit zur seite zu stehen. und wenn du alles richtig machst, redet danach auch bestimmt jemand über dich. ;-)

  8. 8 Nicht lustig 23. September 2011 um 16:35 Uhr

    Da lacht man sich ja schlapp. AUSGERECHNET einer, der im Header auf die Antifa, diese zeitgemäße Ausgabe der SA-Schlägertrupps, verweist, regt sich über andere auf, die „Hier regiert der FCN/UN’94″-Aufkleber verteilen. Es gibt keinen intolerantern, gewaltbereiteren Haufen als die Antifa, die nach eigenem Gusto festlegt, wer den Stempel Nazi/Rassist/Sexist/Militarist/Kapitalist… usw. bekommt und den man dann, einmal als „böse“ gekennzeichnet, nach Lust und Laune bedrohen/verprügeln/deformieren etc. kann… Kehr Du erstmal vor Deinen eigenen Haustür bevor ein paar Nürnberger Spätpubertäre anmaulst, weil sie mit Obenköper-frei im Block stehen.

  9. 9 mimimi 23. September 2011 um 20:00 Uhr

    kommisch, bei steht nur:
    „Nicht lustig:
    mimimimimimimimimimimimmi….“
    Bildstörung :(

  10. 10 @nichtlustig 24. September 2011 um 2:17 Uhr

    wer ultras ohne ultras schafft, schafft auch antifa ohne antifa. PROST!

  11. 11 du auch 24. September 2011 um 13:38 Uhr

    bei mir steht nur:
    „mimimi:
    ist überhaupt nicht lustig…“

    Aber leb du mal schön weiter in deiner heilen Welt, wo ein Stück Kritikfähigkeit wohl nicht dazu gehört!!

  12. 12 AlsoAufJedenFallMalGegenNazis 24. September 2011 um 16:17 Uhr

    Hauptsache Antifa!
    Aber dafür ähnlich sinnlose Behauptsungen a‘la Bild-Manier aufstellen ….

  13. 13 Civetta 24. September 2011 um 23:47 Uhr

    ach, du, könntest du mir noch mal kurz deine kritik zeigen? ich lese da nur eine recht engstirnige und dazu noch ausgeluschte aufzählung von vorurteilen. bei dem beissreflex, solltest du dich vielleicht mal, in bezug auf deine kritikfähigkeit, reflektieren.

  14. 14 KEK 25. September 2011 um 11:55 Uhr

    Frauen aus der Kurve – damit die Kurve lebt!

  15. 15 deine mudda aus der kurve 25. September 2011 um 12:39 Uhr

    Ich dachte der Kindergarten hat Sonntags zu?!?
    Wie kommts das du hier bist??

  16. 16 enzo 26. September 2011 um 12:36 Uhr

    „Wem es gefällt, „Gegner_innen“, die keine sein wollen, zu demütigen, einzuschüchtern, zu verletzen und darüber hinaus weitere Personen, die einfach nur mal schnell ihren Hunger im Fastfood-Restaurant stillen wollen und nicht mit einem ausbrechenden Fußball-Krieg rechnen, zu traumatisieren,…“

    wie kann man so einen müll schreiben wenn man noch nichtmal dabei war und sein ganzen wissen auf hören und sagen beruht?

    „traumatisieren“ hahahaha zeig mir mal die person die jetzt hard geschädigt und traumatiesiert ist.

  17. 17 Kalle Wirsch 27. September 2011 um 18:56 Uhr

    traumatiesiert

    HSV? Bist du es?

  18. 18 HauptsacheMalGegenSchmocks 08. Oktober 2011 um 15:54 Uhr

    du nennst dich antifaschist?
    was hast du gegen fettsäcke oder biertitten?
    is ja wohl jedem sein recht sich in der öffentlichkeit zu zeigen wie er ist…odda wird da auch schon von der antifa eingeschränkt?
    homophobie: nein, antisemitismus: nein, patriotismus: nein, lipophobie: JA.

    und lass am besten dein gelaber. hock dich mit der sm zam und unterhaltet euch zusammen über des thema „frauen im stadion“. da sind nunmal weniger aufgrund der biertitten.

    UND: schaut erst einmal in den eigenen reihen nach was bei euch so rumläuft, bevor ihr über andere kurven bzw gruppen urteilt. und ich rede nicht nur von sogenannten biertitten (die in jeder kurve stehen) sondern auch von nazis etc pp.

    immer erst an die eigene nase fassen.

    mfg biertitte

  19. 19 blabla 18. Dezember 2011 um 17:40 Uhr

    du bist ja echt mal ne pussy alter! du willst antifa sein? oder gar ultra? hahaha! kleinkariertes hurenkind!

  20. 20 KEK 19. Dezember 2011 um 7:28 Uhr

    DERBY IHR FOTZEN!
    Nürnberger Schlampen wir kommen.

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