Unser Sozi ist ’ne Wucht!

So oder so ähnlich dürften die „unpolitischen“ und „rechtsoffenen“ Ultras der Dortmunder Desperados gedacht haben, als sie einen kürzlich gesendeten TV-Beitrag gesehen haben, in dem einer der Mitarbeiter*innen des Dortmunder Fanprojekts die Tätigkeiten der Desperados verharmlost. Er lobt sie sogar noch für ihre „integrative Arbeit“. Wer da auf welche Weise „selbstregulierend“ und ausgestattet mit „Demokratieverständnis“ vorgeht, ist in den letzten Monaten und Jahren mehr als ausreichend dokumentiert worden. Die Überschneidungen mit der lokalen Naziszene und die gewählten Aktionsformen der Desperados sind eindeutig.

Sowas geht dann nicht mehr als wohlwollender Kommentar, akzeptierende Jugendarbeit und/ oder als Versuch eines Sozialarbeiters, einen guten Draht zum eigenen Klientel aufbauen zu wollen, durch. Sowas nennt man Brett vor‘m Kopf. Ein Paradebeispiel, wie man als Fanprojekt nicht arbeiten sollte. Wen wundert es da, dass der Verein ebenfalls wenig konsequent auf die anhaltenden Probleme reagiert?

Dass sich die Desperados zusätzlich in Form der oben genannten Statements selber demaskieren und ein Mitglied von The Unity was von Problemen „in einem Maße, wie es sie in ganz Deutschland gibt“ faselt – geschenkt. Alles nicht neu, alles schonmal gehört.

Das aberwitzige Fazit des Berichts, „die Dortmunder Fanclubs müssten sich nur noch besser gegen Nazis wehren“, setzt dem ganzen die Krone auf und könnte ebenso gut aus den Reihen der Brett-vor-dem-Kopf-Träger*innen formuliert worden sein.

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